Bundesverband des deutschen Zinngießerhandwerks e. V. | Pressemitteilung - Jahreshauptversammlung Traunstein
April 2011
Bericht in den Traunsteiner Nachrichten
"Traunstein ist eine Stadt des Handwerks"
Deutschlands Zinngießer tagten in Traunstein – Das letzte Treffen war vor 14 Jahren
An einem historischen Ort, in der Zieglerwirtsstube des Traunsteiner Heimathauses, traf sich der Bundesverband des deutschen Zinngießerdhandwerks, die ehemalige Innung der Zinngießer, auf Einladung des Traunsteiner Zinngießermeisters Josef Siglreithmaier, Inhaber der Zinngießerei-Glaserei Hans Stark in Traunstein, zu seiner Bundesverbandstagung. Vor 14 Jahren hatten sich die Zinngießer aus ganz Deutschland das letzte Mal in der Großen Kreisstadt getroffen.
Der Verbandsvorsitzende Stephan Dörr aus Eggolsheim sagte, eines der vorrangigen Ziele des Bundesverbandes sei es, die Diskussion mit Themen des zeitgenössischen und traditionellen Handwerks sowohl innerhalb des Verbands als auch zwischen den Handwerkern und der Öffentlichkeit zu fördern.
Der Verband sehe eine besondere Notwendigkeit darin, die Position des Zinngießerdhandwerks stärker in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu rücken und zu einer intensiven Auseinandersetzung mit seinen Themen anzuregen. »Der Bundesverband sieht in seinem Handwerk eine gesellschaftliche Notwendigkeit, die sowohl in sozialer und kultureller als auch ökonomischer Hinsicht eine Nische füllt, die von keinem anderen Design-Bereich abgedeckt wird», so Dörr.Publikationen zu aktuellen Fragestellungen, Zusammenarbeit mit Museen, Galerien und Ausbildungsstätten, Austausch mit überregionalen Verbänden sowie die Unterstützung in Aus- und Weiterbildung gehören deshalb zu den Maßnahmen des Verbandes zur Förderung des alten Handwerks, das bis in das Jahr 726 zurückverfolgt werden kann.
Oberbürgermeister Manfred Kösterke brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Zinngießer ihre Bundesverbandstagung wieder einmal inder Stadt ausrichten. „Traunstein ist nämlich auch eine Stadt des Handwerks“, betonte er. Sie sei zunächst eine Stadt des Salzhandels an der alten »Via Julia« und ab 1619 eine Stadt der Salzproduktion mit einer Saline gewesen. Beides habe zur Blüte Traunsteins beigetragen. »Die Namen von Zinngießermeistern lassen sich in Traunstein bis in das Jahr 1572 zurückverfolgen«, wies Kösterke auf die Verbindung mit diesem Handwerk hin. Der Vorsitzende dankte dem Stadtoberhaupt für seine Ausführungen und Gastfreundschaft mit einem Zinnteller.NeuwahlenBei den Neuwahlen wurde Kassier Josef Sigtreithmaier aus Traunstein wieder als „Meister der baren Münze“ in seinem Amt bestätigt. Den Bundesverband führt weiterhin Stephan Dörr an. Zu seinen Stellvertretern wurden Hubert Schreiner (Nabburg) und Peter Kreiselmeyer (Georgensgmünd) gewählt. Schriftführer bleibt Wilhelm Eisenhart (Eichstätt).Dörr wies auf die neue Imagebroschüre „Tischgeflüster“ hin, mit der das Zinngießerdhandwerk seinen Ruf im wahrsten Sinne des Wortes „aufpolieren“ will. Zinn wurde früher auch als das »Silber des kleinen Mannes« bezeichnet. „Diese Zeit ist lange vorbei und heute erlebt es ein großartiges Comeback, gerade was den edlen und handwerklich perfekten Service für die Gastronomie anbelangt“, so der Bundesverbandsvorsitzende.
News aus den Mitgliedsunternehmen
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Ich engagiere mich im BV des Deutschen Zinngießerhandwerks weil...

Peter Kreiselmeyer | Georgensgmünd
Ein Engagement in unserem Verband steht für mich außer Frage, weil ein einzelnes Unternehmen in der Wirtschaft und ganz generell auf dem Markt, nie das erreichen kann...
Hinrich Röders | Soltau
Das Zinngießen ist ein traditionelles vom Aussterben bedrohtes Handwerk. Ich bin im Bundesverband, um dieses Handwerk am Leben zu halten.
Klaus Brandmüller | Aschaffenburg
Es ist mein Bestreben Zinn in zeitgemäßer Gestaltung besonders jungen Menschen
nahe zu bringen und bei ihnen das Interesse für unser schönes altes Handwerk zu
wecken.
