Bundesverband des deutschen Zinngießerhandwerks e. V. | Historie
Bronzefunde der Kura-Araxes-Kultur belegen, dass bereits 3500 v. Chr. mit diesem Material gearbeitet wurde. Weitere Funde im türkischen Taurus-Gebirge in einem Bergwerk belegen hier ein Vorkommen seit mindestens dem Jahr 3000 v. Chr. Mit Sicherheit kann allerdings keine Auskunft gegeben werden, ob es sich hierbei um eine Quelle des Zinnverbrauches handelt. Nachweislich abgebaut wurde Zinn seit dem 2. Jahrtausend entlang der Seidenstraße in Mittelasien. Hier fand man Hinweise in alten Bergwerken, die auf die Gewinnung von Zinn in großem Maße schließen lassen. Zinn-Gegenstände fand man auch in Grabmalen der 18. Dynastie in Ägypten, die auf etwa 1500 v. Chr. datiert sind. Bekannt ist ebenfals, dass zur selben Zeit etwa in China Zinn bereits verarbeitet wurde.
In der Bronzezeit gewann das Material Zinn zunehmend an Bedeutung. Durch Legierungen aus Bronze, deren Bestandteile Zinn und Kupfer sind, fand es in dieser Zeit bereits zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Beim römischen Schriftsteller Plinius kann man bereits von plumbum album und plumbum niger lesen. Plumbum album nannte man seinerzeit das Zinn, Plumbum niger hingegen bedeutet Blei. Der spätere lateinische Name ist stannum. Hier leitet sich auch das chemische Symbol SN ab. Interessant ist auch, dass in der Alchemie das Metall Zinn dem Jupiter zugeordnet wurde.
Im beginnenden Industrie-Zeitalter gewann Zinn bei der Herstellung von Weißblech große Bedeutung.
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Ich engagiere mich im BV des Deutschen Zinngießerhandwerks weil...

Peter Kreiselmeyer | Georgensgmünd
Ein Engagement in unserem Verband steht für mich außer Frage, weil ein einzelnes Unternehmen in der Wirtschaft und ganz generell auf dem Markt, nie das erreichen kann...
Hinrich Röders | Soltau
Das Zinngießen ist ein traditionelles vom Aussterben bedrohtes Handwerk. Ich bin im Bundesverband, um dieses Handwerk am Leben zu halten.
Klaus Brandmüller | Aschaffenburg
Es ist mein Bestreben Zinn in zeitgemäßer Gestaltung besonders jungen Menschen
nahe zu bringen und bei ihnen das Interesse für unser schönes altes Handwerk zu
wecken.
